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Fudgy Brownies (ohne Mehl)

Brownies waren schon immer mein Kryptonit. Viel mehr als Kekse, Kuchen, Muffins, Cupcakes - zu nichts davon würde ich nein sagen, aber wenn ich mich für den Rest des Lebens nur noch für ein Dessert entscheiden müsste (was eine schreckliche Vorstellung!), wäre es der Brownie. Ich liebe Brownies, weil sie 1. schokoladig schmecken, 2. nicht einfach wie Kuchen schmecken und 3. super verwandlungsfähig sind. Lust auf ein echtes Dessert? Dann gibt's einen warmen Brownie mit Schokosauce und einer Kugel Vanilleeis. Im Sommer gibt es Brownies mit frischen Himbeeren im Teig und wenn's mal etwas Besonderes sein soll, gibt es Tahini-Brownies mit Fleur de Sel. Brownies sind einfach unschlagbar! Deswegen habe ich auch vor einer Weile bereits eines meiner Lieblings-Brownie-Rezepte gepostet. Und obwohl ich das Rezept liebe und es unzählige Male gemacht habe in den letzten sieben Jahren, was ich trotzdem noch immer auf der Suche nach einem etwas anderen Brownie Rezept. Kennt ihr das, wenn man in einem Café einen Brownie zum Mitnehmen bestellt, und man packt ihn aus, und er ist extremsaftig, aber gar nicht kuchig oder weich, fast schon eher wie zähes Fudge? So, dass die Zähne beim Abbeißen einen richtigen Abdruck hinterlassen, so fudgy? So, dass dieser Brownie für manche Leute schon zu viel des Guten ist. Das klingt für so manchen Menschen jetzt vielleicht völlig befremdlich. Auf das Risiko hin gestehe ich, dass ich immer nach diesem Rezept gesucht habe. Ein Rezept für einen Brownie, der eher wie Fudge schmeckt als alles andere, und trotzdem nicht nur süß sein soll, sondern auch aromatisch. Ich habe immer wieder neue Rezepte ausprobiert, aber erst letztes Jahr habe ich es endlich gefunden. Ich hatte mir schon gedacht, dass so ein Brownie nur ohne Mehl diese Konsistenz bekommt, da vor allem das Mehl für die Struktur sorgt, die Kuchen ähnelt. Ich wusste, dass wenn das Mehl fehlt, dass es dann auch eine andere Textur gibt. Gleichzeitig sollte es nicht allzu saftig sein, sondern eher zäh-cremig. Aber ohne verrückte Substitute wie Avocado, Bohnen, etc. etc. Nein, ich wusste, diesen einen Brownie, den muss es doch geben, und zwar mit normalen Zutaten! Und dann habe ich endlich das Rezept gefunden. Am besten schmeckt dieser Brownie tatsächlich am nächsten Tag, nach einer Nacht im Kühlschrank. Ein kleines Stück reicht schon, denn er ist wirklich intensiv-schokoladig und reichhaltig. Eine echte Brownie-Bombe. Aber sowas von gut!

Supersaftige Brownies (ohne Mehl)

Ergibt ca. 12 Brownies

  • 80 g weißer Zucker
  • 50 brauner Zucker
  • 280g Schokolade (50-70% Kakao). zartbitter, grob gehackt
  • 60g Butter, weich
  • 3 Eier, Größe M (ca. 150g)
  • 20g Kakaopulver
  • 1 Tl Vanille-Essenz oder -paste
  • 1 Prise Salz
  • Optional: noch mehr dunkle Schokolade, gehackt oder Nüsse zum untermischen

Zubereitung

  1. Den Ofen auf 170°C Umluft aufheizen. Eine quadratische oder rechteckige Backform von ca. 20x20cm mit Backpapier auslegen. Dafür das Backpapier großzügig auslegen, damit an zwei Seiten etwas überhängt. Dann ist es später leichter, die Brownies mitsamt Backpapier aus der Form zu nehmen.
  2. In der Mikrowelle auf kleiner Stufe oder auf dem Herd auf kleiner Stufe die Schokolade vorsichtig schmelzen. Dabei regelmäßig umrühren, damit die Schokolade gleichmäßig schmilzt und nicht anbrennt. Dann die Schokolade zum Abkühlen zur Seite stellen.
  3. Die Butter in einer Schüssel mit den beiden Zuckern, dem Salz und der Vanilleessenz entweder mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe, mit dem Standmixer oder mit einem Rührbesen cremig rühren. Das dauert ca. 5 Minuten; von Hand etwas länger. Die Mischung sollte heller, cremig und voluminös werden.
  4. Ein Ei nach dem anderen unterrühren, bis alles verbunden ist. Dann das Kakaopulver kurz unterrühren.
  5. Als letztes die abgekühlte Schokolade unter den Teig heben und einmal alles verrühren, bis die Mischung homogen und glänzend ist.
  6. Optional: Jetzt können als letztes noch gehackte Nüsse, Schokodrops, Himbeeren, o.Ä. kurz untergehoben werden.
  7. Den Teig in die vorbereitete Form füllen, glatt streichen und ca. 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen backen. Am besten, man schaut einmal nach 15 Minuten in den Ofen, macht nach 20 Minuten den Stäbchentest und dann alle 3 Minuten. Das Stäbchen darf feucht sein und ein paar Krümel dürfen dran kleben, aber es sollte kein nasser Teig drankleben. Auf keinen Fall zu lange backen! Die Brownies werden auch noch etwas härter und fester, nachdem man sie aus dem Ofen genommen hat.
  8. Dann die Form aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Nach ca. 20 Minuten die Brownies mithilfe des Backpapiers vorsichtig aus der Form heben und auf ein Rost setzen zum vollständigen Abkühlen.
  9. Mir persönlich schmecken die Brownies am nächsten Tag am besten.

 

Rezept minimal adapiert von Glutenfree on a Showstring. Dort findet ihr auch viele Ideen, um Zutaten auszutauschen.

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